Starker Umgang mit Verantwortung – klare Zeichen für Kindeswohl

Beim Jugendforum der Badischen Schützenjugend stand ein Thema im Mittelpunkt, das in der Jugendarbeit nicht wegzudenken ist: Kindeswohl und Aufsichtspflicht.

Im Rahmen einer kürzlich stattgefundenen Lizenzverlängerungsmaßnahme kamen zahlreiche engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen, um sich intensiv mit rechtlichen, pädagogischen und praktischen Fragen rund um den Schutz von Kindern und Jugendlichen auseinanderzusetzen.

Eine besondere Herausforderung ergab sich durch einen kurzfristigen Referentenwechsel. Umso mehr gilt der Dank Franz-Josef Klein, der flexibel eingesprungen ist, die Durchführung übernommen hat und sich mit großem Engagement erneut in die Thematik eingearbeitet hat. Dabei brachte er nicht nur fundiertes Wissen, sondern auch neue Impulse und frische Denkansätze in die Veranstaltung ein. Gemeinsam mit dem 1. stv. Landesjugendleiter Jeremy Mack wurde der Lehrgang praxisnah, lebendig und interaktiv gestaltet.

In Kleingruppen wurden zentrale Fragestellungen aus dem Vereinsalltag bearbeitet und im Anschluss präsentiert. Im Fokus standen dabei konkrete Situationen: Wann beginnt die Aufsichtspflicht? Wie muss in Notfallsituationen reagiert werden? Und welche Verantwortung tragen Betreuerinnen und Betreuer, wenn beispielsweise ein Kind nicht abgeholt wird?

Ergänzt wurde dies durch die Auseinandersetzung mit medizinischen und erzieherischen Handlungsoptionen sowie den klaren Grenzen des eigenen Handelns im Vereinskontext.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Prävention sexualisierter Gewalt im Sport. Hier wurden der Ehrenkodex, bestehende Handlungsleitfäden sowie notwendige Schutzstrukturen im Verein intensiv beleuchtet. Ziel war es, Handlungssicherheit zu schaffen und das Bewusstsein für mögliche Risikosituationen weiter zu stärken.

Für die praktische Umsetzung im eigenen Verein erhielten die Teilnehmenden eine hilfreiche Checkliste zur Selbsteinschätzung sowie weiterführende Literatur- und Informationsmaterialien rund um Kinderrechte und Präventionsarbeit im Sport.

Das Jugendforum machte deutlich: Der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist keine Randnotiz, sondern gelebte Verantwortung im Vereinsalltag. Mit vielen konkreten Impulsen und praxisnahen Ansätzen gingen die Teilnehmenden gut gerüstet zurück in ihre Vereine.

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