Aufstrebende Talente mit dem Bogen bei der LM Bogen Halle 2024

Aufstrebende Talente mit dem Bogen

Landesmeisterschaft Bogen Halle begeistert in Heidelberg

Am letzten Januarwochenende verwandelte sich Heidelberg in das Mekka des Bogensports, als die besten Nachwuchsbogenschützen und -schützinnen aus unserem Land bei der Landesmeisterschaft Bogen Halle aufeinander trafen. In den Kategorien Blankbogen, Compoundbogen und Recurvebogen stellten 75 Schützen und Schützinnen der Schülerklasse C bis zu den Junioren ihre Fähigkeiten unter Beweis und lieferten einen beeindruckenden Jahresauftakt.

“Es ist einfach unglaublich, hier dabei zu sein und mit den Besten unseres Landes zu konkurrieren. Jeder Pfeil zählt, und die Atmosphäre ist elektrisch”

Die Spannung war förmlich greifbar, als um 08:45 Uhr die Begrüßung durch den Landesreferenten und die Kampfrichter erfolgte und schon kurz danach die ersten Wettkampfpfeile durch die Luft sausten. Die Frage, wer wenige Stunden später als Meister in den 9 Jahrgangsklassen der Einzel- und der Mannschaftswertung hervorgehen würde, trieb die Anspannung der aufstrebenden Talente an.

“Es ist ein Traum, den Landesrekord zu brechen. Das zeigt, dass harte Arbeit und Hingabe Früchte tragen”

Eine herausragende Leistung zeigte die Rekord-Recurvemannschaft im Schülerbereich C (Unteröwisheim 1), die mit 718 Ringen den alten Landesrekord um beeindruckende 54 Ringe übertraf. Auch in der Schülerklasse C erzielten die Platzierten 1 bis 4 (Karlotta Butterer, Mathilda Dolde, Lucy Fülz und Noemi Wahl) Ergebnisse über dem bisherigen Landesrekord.

Julius Schneider vom KKS Hüffenhardt und Jan Frederik Feyerabend vom SV Eggenstein (beide Schüler B) sorgten für weitere Highlights, indem sie mit 529 und 527 Ringen ein Ergebnis deutlich über dem Landesrekord erzielten – ein Novum und ein Grund zum Feiern!

Ein besonderer Moment war die Teilnahme von Carl von Greifenstein, der seine ersten Landesmeisterschaften besuchte und von der „jungen“ und der „erfahrenen“ Bogengemeinschaft herzlich aufgenommen wurde. Während der Siegerehrung durfte unser Maskottchen dem Schützen Philipp Grimm vom SV 1965 Hirschburg zu seinem 9. Geburtstag gratulieren. Die Sportkollegen und Besucher überraschten den jungen Hirschburger mit einem herzlichen Geburtstagsständchen.

“Es ist großartig zu sehen, wie sich unser Sport entwickelt und welche Talente sich hier präsentieren. Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner und Teilnehmer”, lobte Dominic Merz in seiner Ansprache.

Landesjugendleiter Dominic Merz und der 1. Vizepräsident Daniel Tosch gratulierten allen Siegern herzlich. Gemeinsam mit der Vorsitzenden des BSV Heidelberg, Christine Bignion und dem Landesreferenten Bogen, Frank Herholz, nahmen sie die beeindruckende Siegerehrung vor.

Ein herzliches Dankeschön gilt dem Ausrichter, dem BSC Heidelberg, der die Köpfle-Sporthalle bestens für die Landesmeisterschaften vorbereitet und die Teilnehmer mit köstlichen Leckereien verwöhnt hat.

Die Spannung steigt weiter, denn alle freuen sich bereits auf ein Wiedersehen Anfang März bei den Deutschen Meisterschaften in Sindelfingen!

In unserer Flickr Galerie findet ihr viele Fotos der LM Bogen Halle 2024: flickr_Fotoalbum_LM_Bogen_Halle_2024

LG: Bundesligafinale in der Ratiopharm Arena Neu-Ulm

1. Bundesliga Süd Luftgewehr

Der SSV Kronau erkämpft sich den vierten Platz

Einer lautstarken Kulisse wurde hochspannender Schießsport geboten. Die 3.000 Menschen in der sehr gut gefüllten Ratiopharm Arena waren ebenso begeistert wie die Zuseher bei der Liveübertragung bei Sportdeutschland.TV.

Sieg des SSV Kronau beim Sieg im Viertelfinale gegen die SSG Kevelaer

Für die erste Sensation des Bundesligafinales sorgte der SSV Kronau mit einem Sieg gegen die SSG Kevelaer. Der Seriensieger der letzten vier Jahre galt als großer Favorit in diesem Match.  Doch jede Serie reist einmal. Die Nummer eins von Kevelaer, der israelische Nationalschütze Sergey Richter, schoss gleich im ersten Schuss eine Neun. Dass dies gleichbedeutend mit seiner Niederlage war, wusste zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Nach zehn Wettkampfschüssen zeigte die erste Hochrechnung mit einem 1 : 2 einen kleinen Vorteil für den Favoriten Kevelaer an. Doch konnten die Kronauer schnell zu einem 2:2 ausgleichen. Ein Unentschieden gab es nur auf der Position drei zwischen Hannah Göransson und Franka Janssen. Nach 15 Schüssen konnte der SSV Kronau dann zum ersten Mal in Führung gehen. Kronaus Nummer eins Larissa Wegner hatte zu diesem Zeitpunkt ihren Gegner Sergey Richter, der bereits seinen zweiten Neuner geschossen hatte, sicher im Griff und auch Hannah Göransson hatte sich einen Vorsprung von einem Ring erkämpft. Nach einer Neun in der ersten 10er-Serie kam nun auch Kronaus Nummer zwei Nele Stark in Schwung, wurde immer sicherer und schoss Zehner um Zehner. Ihre Gegnerin Anna Janssen, die als frisch gebackene Weltcup-Siegerin angereist war, leistete sich ihrerseits im 16. Schuss eine 9,9. Somit war diese Begegnung wieder offen. Bereits zu diesem Zeitpunkt ließ es sich erahnen, dass diese Partie entscheidend sein könnte. Nun war die Begegnung an Spannung nicht mehr zu überbieten, jedoch war Kronau immer leicht im Vorteil. In der entscheidenden Schlussphase nach ca. 35 von 40 Schüssen war die Spannung kaum zu überbieten. Die Hochrechnung zeigte kurzzeitig ein 3:1 für Kronau an, um dann doch auf 2:2 und 2:1 für den SSV Kronau umzuspringen. Die Matches zwischen Nele Stark und Anna Janssen sowie Colin Fix und Franziska Dressen waren ausgeglichen und Lana Wurster hatte zu diesem Zeitpunkt ihre Begegnung bereits verloren, da ihr Gegner seinen Wettkampf mit sehr guten 398 Ringen für sie uneinholbar abgeschlossen hatte. Sichere Punkte waren die Siege von Larissa Wegner und Hannah Göransson. Kronaus Nummer eins Larissa Wegner zauberte unter begeistertem Beifall perfekte 400 Ringe auf die Scheibe! Jetzt musste die Entscheidung im Stechen entschieden werden. Es begannen Colin Fix und Franziska Dressen. Dieses Stechen ging an Kevelaer. Entscheidend war nun das Match zwischen der Juniorin Nele Stark und der erfahrenen Weltklasseschützin Anna Jansson. Beim zweiten Stechschuss war dann der Sieg des SSV Kronau perfekt. Zunächst schoss Anna Jansson eine Neun und dann die erlösende Zehn der nervenstarken Nele Stark. Anna Jansson stand noch sekundenlang im Anschlag, sie konnte die Niederlage nicht fassen. Auf Kronauer Seite war der Jubel jedoch überschwänglich.

SSV Kronau                                     3 : 2                                      SSG Kevelaer
Wegner, Larissa                400        1 : 0       397                        Richter, Sergey
Stark, Nele          (10)        399        1 : 0       399        (9)          Janßen, Anna
Göransson, Hannah         398        1 : 0       396                       Janßen, Franka
Fix, Colin             (9)          396        0 : 1       396        (10)       Driessen, Franziska
Wurster, Lana                    393        0 : 1       398                        Thomas, Alexander

Entscheidung im Stechen - v.l.n.r.: Nele Stark, Anna Jannssen
Larissa Wegner - Perfekte 400 Ringe

Niederlage des SSV Kronau im Halbfinale gegen den späteren Deutschen Meister SV Wieckenberg

Der SV Wieckenberg hatte sein Viertelfinale souverän mit neuem Vereinsrekord von 1990 Ringen gewonnen, der SSV Kronau war mit 1986 Ringen bei ihrem Sieg gegen die SSG Kevelaer nahezu gleichauf. Dennoch wechselten beide Teams auf einer Position ihre Aufstellung. Für Wieckenberg war nun Henrik Larsen an der Spitzenposition, bei Kronau übernahm Max Braun die Position fünf. Beide Teams legten unglaublich gut los und bis zur Hälfte des Matches war ein leichter Vorteil auf Kronauer Seite. Doch in der zweiten Hälfte drehte sich das Blatt zu Gunsten von Wieckenberg. Nur zwei Punkte schienen nach 20 Schuss einigermaßen sicher verteilt zu sein: Larissa Wegner für Kronau und Melissa Ruschel für Wieckenberg lagen in ihren Duellen auf Kurs Punktgewinn. Dennis Welsch sorgte für den ersten Wieckenberger Punkt, denn seine 397 Ringe konnten von Colin Fix nicht mehr eingeholt werden. Und da auch Robin Zissel und Kathrin Grabowski aussichtsreich im Rennen lagen, deutete in der Endphase vieles auf einen Triumph der Niedersachsen hin. Zunächst glich aber Larissa Wegner mit erneut bärenstarken 399 Ringen aus, ehe die entscheidenden Punkte für die Wieckenberger feststanden. Hannah Göransson und Max Braun verloren beide ihre Matches gegen die mit je 399 Ringen phantastisch schießenden Wieckenberger Melissa Ruschel sowie Robin Zissel. Colin Fix unterlag nur knapp mit 396 zu 397 Ringen. So stand es 3:1 für Wiekenberg. Zum Stechen zwischen den beiden Junioren-Nationalschützinnen Nele Stark und Kathrin Grabowski, die beide hervorragende 398 Ringe erzielten kam es nicht mehr, da dies für den Ausgang der Begegnung nicht mehr relevant war.

SV Wieckenberg                             3 : 1                       SSV Kronau
Larsen, Henrik                   396        0 : 1       399        Wegner, Larissa
Grabowski, Kathrin           398        0 : 0       398        Stark, Nele
Zissel, Robin                      399        1 : 0       394        Göransson Hannah
Welsch, Dennis                  397        1 : 0       396        Fix, Colin
Ruschel, Melissa               399        1 : 0       390        Braun, Max

Nele Stark wurde als Topscorer der Saison ausgezeichnet
Zuschauerkulisse mit 3000 Zuschauern während der Wettkämpfe

Knappe Niederlage des SSV Kronau im Finale um Platz 3

Entsprechend der Vorkämpfe war diese Begegnung gegen Sankt Hubertus Elsen offen. Kronau war jedoch auf Grund der starken Leistung gegen die SSG Kevelaer in der Favoritenrolle. Beiden Mannschaften war die Anspannung anzumerken, ging es doch um die erhoffte Medaille auch wenn es „nur“ die Bronzene war. Kronaus Nummer eins Larissa Wegner konnte ihr Match gegen den Olympia-Fünften von Tokyo gewinnen und auch Nele Stark siegte. Hannah Göransson und Lana Wurster hatten beide nicht ihren stärksten Tag und verloren ihre Begegnungen. Am Ende lagen die Hoffnungen noch auf Colin Fix, doch das Glück war an diesem Tag nicht auf Kronauer Seite. Colin Fix schoss im letzten Schuss leider nur eine gute Neun und der Elsener Bastian Blos eine knappe Zehn. Die reichte dem Rekordmeister Sankt Hubertus Elsen zum Sieg.

SSV Kronau                                      2 : 3                       ST Hubertus Elsen
Wegner, Larissa                 397        1 : 0       396        Peni, Istvan
Stark, Nele                          398        1 : 0       396        Schnerr, Linea
Göransson Hannah           392        0 : 1       394        Palberg, Denise
Fix, Colin                             395        0 : 1       397        Blos, Bastian
Wurster, Lana                     391        0 : 1       394        Hochgeschurz, Nadine

Nele Stark als „wertvollste Schützin“ der Bundesliga-Saison ausgezeichnet

Nele Stark gewann den von der Firma Walther ausgelobten Titel als „Topscorerin“ der Saison 2023/24.  Als Nummer zwei des SSV Kronau hat sie nur einen einzigen Wettkampf verloren. In 12 von 14 Matches ging sie als Siegerin vom Stand und eine Begegnung endete unentschieden. Aus den Händen des Sportdirektors der Firma Walther erhielt sie ein besonders schön gestaltetes Match-Luftgewehr.

Mannschaft SSV Kronau (v.l.n.r.: Max Braun, Larissa Wegner, Hannah Göransson, Nele Strak, Lana Wurster, Colin Fix)

Landesmeisterschaft Bogen Halle 2024 in Heidelberg

Landesmeisterschaft Bogen Halle 2024 in Heidelberg

Verein ist, wo Spaß und Erfolg sich die Hand geben

Am Wochenende 27./28. Januar wurde die Landesmeisterschaft Bogen Halle in der Köpfelsporthalle, neben dem Hallenbad Köpfel in HD-Ziegelhausen ausgetragen. Ausrichtender Verein war der BSC Heidelberg. Über 4 Gruppen verteilt traten hier die besten Schützen Badens an, um unter sich die Platzierungen auszumachen und natürlich mit dem höheren Ziel, die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft zu erreichen. Pro Gruppe standen 15 Scheiben für jeweils 4 Schützen bereit, als Samstagmorgen um 9.30 Uhr die Wettkampf-Ampel auf Start schaltete.

Den Anfang machten die Blank- und Langbogenschütz*innen. Im Anschluss, ab 15 Uhr, starteten die Compound-Schütz*innen. Manfred Riehl, 2. Vizepräsident des BSV, stattete den Sportlern einen Besuch ab und verlieh bei der Siegerehrung die Medaillen. Im gleichen Rhythmus wie samstags begannen Sonntagmorgen die Schüler*innen, Jugend und Junior*innen um 9.30 Uhr und zu guter Letzt ab Sonntagmittag 15 Uhr die Recurveklassen Damen/Herren, Masters und Senior*innen.

Wenn so viele Sportler aufeinandertreffen, ist es schnell sehr umtriebig. Viele kennen sich von anderen Wettkämpfen und die Gespräche kommen schnell in Gang. Der Rahmen, den der BSC Heidelberg als Ausrichter in der Köpfelhalle hierfür schaffen konnte, war perfekt. Die Halle bot neben sehr guten Wettkampfbedingungen und einer Zuschauertribüne genügend Platz für einen großzügigen Aufenthaltsbereich. Der Ausrichter hatte eine abwechslungsreiche und gut besetzte Gastro auf die Beine gestellt, die dem Ansturm souverän Herr wurde. Mit kalten und heißen Getränken, verschiedenen frisch gewickelten Wraps, Butterlaugenstangen, einem heißen Eintopf, Bockwürstchen und einem äußerst vielfältigen Kuchenangebot war für alle etwas dabei. Ob vegan, vegetarisch oder doch ganz klassisch – jeder hatte Auswahl.

An beiden Tagen herrschte durchgehend eine lockere und doch konzentrierte Stimmung. Ein Highlight für die Kinder war sicherlich am Sonntagvormittag der Besuch von Landesjugendleiter Dominic Merz in Begleitung des BSV-Maskottchens Carl von Greifenstein. Der drollige Riese mischte sich munter unter die Kinder, stellte sich für Selfies zur Verfügung, tanzte Polonaise und schummelte sich auf jedes Siegerfoto. Das Entzücken war groß – nicht nur bei den Kids. Als der flauschige Hüne schließlich dem kleinen Philip, der am Sonntag seinen 9. Geburtstag feierte, ein Geburtstagstörtchen mit einer 9 überreichte, stimmte die gesamte Halle in ein Geburtstagsständchen ein. Ein toller Moment! Toll war auch, dass bei der Siegerehrung, die vom 1. Vizepräsidenten des BSV, Daniel Tosch, eingeleitet wurde, nicht nur zahlreiche sehr gute Ergebnisse ausgelobt wurden, sondern auch einige neue Landesrekorde.

Die letzte Gruppe am Sonntagmittag wurde begrüßt vom stellvertretenden Leiter des Amtes für Sport und Gesundheitsförderung der Stadt Heidelberg, Thomas Jung, der sich dem Sport gegenüber sehr interessiert zeigte. An dieser Stelle großen Dank an die Stadt Heidelberg und OB Würzner, der dem BSC Heidelberg diese Halle zur Verfügung stellte.

Über beide Tage hinweg konnte der BSC Heidelberg eine Fotografin engagieren, die unglaublich viele Details und Momente des Wochenendes festgehalten hat und diese offen zur Verfügung stellt. Alle Bilder findet ihr hier (https://dl.tokbela.de/Landesmeisterschaft/).

Die Limitzahlen für die Deutsche Meisterschaft im Glaspalast in Sindelfingen vom 8.-10. März müssen nun abgewartet werden, aber wir sind sicher, dass wir einige Schütz*innen dort sehen werden.

(Christine Bignion / BSC Heidelberg)

In unserer Flickr Galerie findet ihr weitere Fotos der LM Bogen Halle 2024: flickr_Fotoalbum_LM_Bogen_Halle_2024